Eine Geschichte von der Liebe

 



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Es ist Dienstag, 10. Juni 2008. Gestern in der Früh ist mein geliebter Stern nach Amsterdam aufgebrochen. Ich bin allein. Sie ist allein. Es war ein Abschied mit Tränen, wie wir es Beide erwartet hatten, aber das Wiedersehen wird umso schöner. Dennoch, der Schmerz des Verabschiedens war kein geringer und die Verlustängste sie auf womöglich tragische Weise zu verlieren, sind umso größer. Ich habe etwas sehr kostbares geschenkt bekommen und ich erinnere mich gerne daran, wie alles begann...

 

 

1. Eintrag: Gedanken
Von Engel

Ich habe sie im März/April 2007 kennengelernt. Es ist ungelogen, aber... ich habe sie gesehen und dachte mir schon damals "Wow, was für eine Frau!" Sie schien alle Qualitäten zu besitzen, die ich an einer Frau schätze: Intellekt, wunderschöne Augen, eine tolle Figur, einen klasse Humor, ein wundervolles Lächeln, sie war agil, unternehmungslustig, kontaktfreudig, manchmal auch sehr kindisch, manchmal ziemlich keck und frech, sie war einfühlsam, konnte gut zuhören... Zusammengefaßt, eine Frau mit unheimlich vielen Facetten, aber in jedem Fall etwas ganz Besonderes.

Sie hatte mich in den Bann gezogen. Ich wollte in ihrer Nähe sein, sie näher kennenlernen. Vielleicht kam es nur mir so vor, aber zeitweise hatte ich das Gefühl, daß meine aggressiven Flirtversuche zu übertrieben, zu offensichtlich, zu aufdringlich und vor allem vollkommend unangebracht waren, denn sie steckte in einer wenig glücklichen Beziehung, ich war in einer wenig glücklichen Beziehung gefangen... Minus und Minus ergibt aus mathematischer Sicht ein Plus, doch wie auch ich, vertrat mein geliebter Stern sehr altmodische und, böse Zungen würden vielleicht sogar behaupten, konservative Ansichten. Ich würde lediglich sagen, daß wir eine gesunde ethische und moralische Grundeinstellung hatten und haben. Und dennoch, irgendetwas hatte sie in mir berührt, wachgerüttelt, ein Gefühl, daß schon lange Zeit in mir schlummerte, ein Verlangen, das gestillt werden wollte und mein Handeln und Denken beeinflußte...

Aus diesem regelmäßigen jede Woche wiederkehrendem Miteinander wurde eine schöne Freundschaft. Aus heutiger Sicht bin ich mir nicht einmal mehr sicher, ob wir jemals "nur" Freunde waren.

Von Anfang an schien die Chemie zu stimmen, wir konnten miteinander reden und dies auf einem gehobenen Niveau, wir konnten miteinander lachen. Innerhalb kurzer Zeit wurde zwischen uns ein Band gesponnen, daß auf Repsekt und Vertrauen basierte. Wir redeten über unsere Probleme, über unsere Wünsche und auf einmal schien in ihr ein Mensch heranzuwachsen, der in meinen Augen so wunderschön wurde, daß ich Gewissensbisse bekam. Ich spürte, wie sich meine Gefühlswelt veränderte und ein Verlangen immer größer wurde. Kurzum, ich hatte mich verliebt.

Es klingt so traurig, sagen zu müssen, daß ich mir nicht erlaubt habe, mich in jemanden zu verlieben, aber unter den gegebenen Umständen war dies nicht so einfach. Ich steckte in einer langjährigen wenig glücklichen Beziehung fest, klammerte mich zuletzt vor allem an materiellen Dingen fest und hatte Angst davor Menschen zu verletzen und zu enttäuschen. Und trotzdem merkte ich, daß mir diese junge Frau, die ich dort kennengelernt hatte, sehr viel mehr geben konnte, als der Partner an meiner Seite. Und diese Tatsache gab mir zu denken.

Wie konnte es sein, daß eine liebe Freundin mir mehr geben konnte als mein Partner?

Die folgenden Wochen und Monate waren sehr schwer. Es war eine Gratwanderung aber vor allem auch der ständige Wechsel zwischen Dunkelheit und Licht, der so unheimlich an meinen Kräften zehrte. Ich hatte ernsthafte Probleme mit meinem Gewissen bekommen. Ich vertraute mich einer damaligen Freundin aus Leipzig an, um zu ergründen, was in mir vorging... Es ist so krass, aber, ich war drei Tage lang in Leipzig, um dort auf der Messe zu arbeiten und es war okay. Ich dachte keine Sekunde lang an zu Hause, es gab nichts, was ich missen mußte, wie es schien. Wenn ich dagegen betrachte, wie es mir jetzt gerade in dieser Sekunde ohne meinen geliebten Stern ergeht... ich hätte schon viel früher erkennen müssen, daß ich auf verlorenem Posten stand und für die falsche Mannschaft gespielt hatte... Vieles ist aus heutiger Sicht sehr viel klarer. Natürlich! Man lernt dazu, man lernt vor allem aus seinen vorangegangenen Erfahrungen. Und darum ist es um so wichtiger, eben diese Gedanken niederzuschreiben, sie niederzuschreiben, um zu verstehen, zu begreifen...

To be continued...


10.6.08 12:58
 



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